Tattoo-Entfernung mittels Laser


Während der Tattooentfernung mit Hilfe eines Lasers dringt das Licht des Lasers in die Haut ein und wird dort von den eingelagerten Farbpartikeln, welche sich 4 bis 5 mm unter der Haut befinden, aufgenommen. Hierdurch kommt es zu einem kurzen Platz-/Sprengeffekt, wobei die Farbpartikel des Tattoos zerkleinert werden und sich die Verkapselung der Farbpigmente auflöst. Die freiliegenden Farbpigmente können nun vom Immunsystem durch die Lymphe abgetragen werden. Genau wie andere Fremdstoffe spült nun das Lymphsystem die freigelegte Farbpigmente aus dem Körper. Das umliegende nicht pigmentierte Gewebe bleibt dabei vollkommen unberührt.
Der Laser gibt keine UV- und auch keine Röntgenstrahlung ab, wodurch die Haut keinerlei ionisierender Strahlung ausgesetzt wird. Jegliche Zellveränderungen an und in der Haut
können somit ausgeschlossen werden. In rund 98 % aller Tattooentfernungen bleibt die Haut somit unversehrt.

Am einfachsten lassen sich schwarze Tätowierungen entfernen. Auch Blau, Grün und Rot zählen zu den Farbtönen die sich gut beseitigen lassen. Hartnäckiger sind Motive die mit den Farben Weiß, Gelb oder Orange gestochen wurden, da sie mehr Pigmente besitzen und diese auch feiner unter der Haut verteilt sind. Außerdem absorbieren die genannten Farben auch weniger gut. Mit Hilfe spezieller Lasersysteme lassen sich heute jedoch auch solche Tattoos gut entfernen.


Für eine erfolgreiche Tattooentfernung empfiehlt es sich, den zu lasernden Bereich vor der Behandlung für einige Tage vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.

Dauer der Behandlung

Prinzipiell können Tattoos auf allen Körperregionen entfernt werden. Man kann jedoch sagen, je weiter das Tattoo vom Rumpf entfernt liegt, umso länger dauert die Laserentfernung. Auch das Ansprechen auf die Laserentfernung und die Zeitdauer, die das Abblassen der Haut beansprucht, ist abhängig von der Körperstelle auf der sich das Tattoo befindet.

Die genaue Anzahl der Behandlungen hängt von vielen Faktoren ab und lässt sich von einem erfahrenen Laseranwender nicht exakt vorausberechnen. Sie hängt unter anderem von der Pigmentierfarbe, Tiefe, Alter und Größe des Tattoos ab, sowie von der Reaktionsfähigkeit des körpereigenen Immunsystems. Da jedes Tattoo-Studio unterschiedliche Farbmischungen verwendet bedarf es meist einer Vorbehandlung, um die Zahl der erforderlichen Behandlungen in etwa abschätzen zu können. In der Regel sind mit einem Nanosekundenlaser meist vier bis zehn Behandlungen notwendig, wobei bereits nach jeder Behandlung eine Aufhellung stattfindet. In seltenen Fällen, vor allem bei doppelt gestochenen Tattoos, können auch mehr Behandlungen notwendig sein. Bei einer Tattooentfernung reichen jedoch meist vier bis sechs Sitzungen aus. Diese Anzahl an Sitzungen ist für die Haut weniger belastend, reduziert darüber hinaus das Risiko von Komplikationen und führt zu schnelleren Behandlungsergebnissen. Zudem ist in den meisten Fällen bereits nach der ersten Sitzung eine deutliche Aufhellung sichtbar.

Zwischen den Sitzungen der Laserbehandlungen benötigt die Haut jedoch vier bis sechs Wochen Ruhe, um sich erholen zu können.